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CD Cover Oliver Hafke Ahmad Back & Fourth

Back & Fourth - Debüt-Album mit Funk, Jazz, Electronica und Pop

Postmigrant Urban Grooves

"Mich haben Bob Marley oder Massive Attack mindestens genause beeinflusst wie John Coltrane, die Lounge Lizards, Miles Davis oder Gil Evans." Bandleader Oliver Hafke Ahmad komponiert Musik beeinflusst von Jazz, Pop, Soul, Electro und World Music. Enge stilistische Grenzen existieren bei ihm nicht.

Mal trifft eine Jazzmelodie auf einen Poprhythmus, mal ein elektronischer Beat auf Hardbop- Harmonien oder ein Souljazzsolo auf einen Ragga-Groove. Modern Jazz, Nu Soul, Reggae, Dancehall, Drum & Bass und Rhythmen aus Lateinamerika oder Afrika verschmelzen zu einem postmigrantischen urbanen Sound. Olivers Quartett (bisher unterwegs als The Jazz Nomads) sind Musiker aus Deutschland, Frankreich und Japan mit eigenständiger Stimme und subversiver Lust an Sounds und Grooves und am Niederreißen von Genregrenzen.

Zwölf teils groovende teils eher atmosphärische Songs mit Einflüssen aus Jazz, NuSoul, Funk, Pop, Samba, Dancehall, Ambient und Drum & Bass finden sich auf diesem ersten Album Back & Fourth des deutsch-arabischen Saxophonisten und Komponisten Oliver Hafke Ahmad.

Aufgenommen wurde ganz klassisch im Quartett und anschließend ergänzt um weitere Instrumente, Bläsersätze, Percussion und Effekte. Die Basis ist die live spielende Band, die sich bereits seit mehreren Jahren durch Auftritte in Berliner Klubs aufeinander eingespielt hat.

Der Sound des Albums Back & Fourth ist ganz und gar heutig, ist von elektronischer Musik und Popmusik beeinflusst und verweist dennoch auf Traditionen wie das Orgeltrio, die Big Band, das Jazz-Quartett oder -Quintett. Ganz selbstverständlich nutzt Oliver Hafke Ahmad seit Jahren zur klanglichen Erweiterung seines Saxophonsounds die Möglichkeiten von zumeist Gitarren-Effektgeräten, sowohl live als auch im Studio.

Bei aller Klangverliebtheit zählen am Ende für ihn aber vor allem die Qualität der Songs und die Ausdruckskraft des Spiels jedes einzelnen Musikers. Oliver Hafke Ahmad ist auf dem Album Back & Fourth sowohl auf dem Altsaxophon als auch auf dem Tenor zu hören. „Manche Songs erfordern einfach mehr Kopf- andere mehr Bruststimme,“ sagt der Multiinstrumentalist.

Oliver Hafke Ahmad über die Songs des Albums Back & Fourth:

Morning Groove

Eine Zeit lang habe ich zumeist morgens geübt, komponiert und aufgenommen, da ich anschließend bis in den späten Abend ins Büro des legendären Musik-Klubs Tränenpalast musste, um die Konzerte anderer oft großartiger Musiker wie Miriam Makeba, Gotan Project, Maceo Parker, Charles Lloyd, Esbjörn Svensson Trio, Los Van Van zu buchen, organisieren und zu betreuen. Nach ein paar Tassen Kaffee komme ich normalerweise gut in Schwung, was man an diesem von Funk und Disco beeinflussten Song hören kann. Häufig kam ich von Saxophon, Keyboard und Computer nicht schnell genug wieder weg und deswegen manches Mal erst etwas später ins Büro des Klubs.

Back & Fourth

Ein Backbeat und Quarten in der Melodie sind der Grund für den Titel dieser NuSoul-Jazz-Ballade. Das Wurlitzer-Piano gibt dem Song die richtige Wärme und im B-Teil sorgt eine klassische fünfstimmige Bläsersection für Big Band-Atmosphäre. Back and Fourth ist natürlich mehrdeutig und kann auch als Hin und Her interpretiert werden, das Hin und Her der Akkorde dieses Songs, das Hin und Her im Leben eines Künstlers. Das Zurückblicken zu Traditionen und das Ringen um Innovationen und Voranschreiten als Mensch und in der Musik.

Dancehall Jazz

Vom Rhythmus des jamaikanischen Dancehall inspirierter Song. Jede Zeit und jede Region hat ihren eigenen Groove und Sound. Die Percussion (zwei Glocken im A-Teil und zwei Woodblocks im B-Teil) wurden mit einem Effekt versehen und klingen plötzlich sehr elektronisch. Hier konnte ich mal wieder meine Vorliebe für Hand gespielte Percussion ausleben.

DFG

Hier reichen die Grundtöne der ersten drei Akkorde zum Titel. In diesem Song begebe ich mich in ein virtuelles Duell von Tenor-, Sopranosaxophon und Flöte. Schön funky und gemein klingt Thibaults Clavinet-Solo. Aber von Gedanken über die Live-Umsetzung sollte man sich bei der Produktion eines Albums nicht leiten lassen. Eine Aufnahme ist ein eigenständiges Kunstwerk, genau wie ein Live-Konzert. Man sollte die jeweiligen besonderen Möglichkeiten ausreizen, so weit es der Musik dient.

Flying High on AF447

Einer meiner besten Freunde wollte vor ein paar Jahren nach Brasilien fliegen, um nach langer Zeit seine große Liebe wiederzusehen. Bei meinem Umzug kurz vor seinem Reiseantritt solle er besser nicht mehr mithelfen, fand seine brasilianische Freundin, er könne sich verletzen und die Reise so vermasselt werden. Er kam trotzdem, um zu helfen. Auf seiner Reise beschlossen die beiden zu heiraten. Mit diesem emotionalen Hoch im Herzen stürzte mein Freund auf dem Rückflug nach Deutschland mit der Air France AF447 in einem Sturm über dem Atlantik ab. Trotz der Absurdität, Dramatik und Tristesse der Situation ist dieser Song kein trauriges, sondern ein fröhliches Lied, in der Hoffnung und dem Wissen, dass mein Freund in seinem größten Glücksmoment verstorben ist. Mit diesem Song bleibt er ein bisschen lebendig.

The Guitar Hero

Pat Metheny ist mit seiner Meisterschaft und seinem konstanten Output eine der vielen Musiker, die mich inspirieren, in diesem Fall sogar zu einem Song. Im Gegensatz zu den meisten Metheny-Songs kommt dieses Lied allerdings mit sehr wenigen Akkorden aus.

Summerjam

Vom gnadenlosen Rhythmus des Drum & Bass inspirierter Song, der allerdings nicht nur modal ist, sondern auch ein paar schöne Harmoniewechsel hat. Goldie´s „Timeless“ ist ein Track, der mich vor vielen Jahren stark beeindruckt hat.

Space Noises

Synthesizer und Musiksoftware erzeugen oft interessante Sounds, und jeder Sound führt, wenn man sich auf ihn einlässt, zu ganz eigenen Melodien und damit auch besonderen Songs. So ist dieses Lied beim Spielen mit diversen Synthesizer-Sounds entstanden. Die besten Ideen habe ich häufig beim ziellosen Herumspielen, beim Laufen, Fahrradfahren oder beim Herumspielen auf einem meiner Instrumente.

Funk X

Feiertage sind mit ihrem plötzlichen Leerlauf oft Tage der Inspiration zu Songs: Dieser Song ist an einem Weihnachtsfeiertag entstanden. Da es aber kein Weihnachtslied ist, bleibt vom ursprünglichen Titel Funky Xmas nur das X. Die komplett im Studio eingespielte Band wird hier ergänzt durch ein wenig Percussion und eine Clavinet-Linie aus meiner ursprünglichen am Computer erstellten Vorlage.

35°C

Ungewöhnlich tropische Hitze im sonst ja eher kühlen Berlin hat zu diesem Titel geführt. Die Form ist AABC-AABD, die Hitze an dem Tag ist mir offenbar beim Komponieren zu Kopf gestiegen. Neben dem Tenor spielen die Flöte und ein analoger Mono-Synth die poppige Melodie.

Black Faces

Fernsehnachrichten und Bilder von einem Grubenunglück haben zu diesem Titel geführt. Der Song ist eine NuSoul-Ballade mit einer sehr ausführlichen Melodie und komplexen Harmonien.

Tango in Ab Minor

Astor Piazzolla war eine Zeit lang eine große Inspirationsquelle für mich, seine schönen Melodien und mitreißenden Arrangements. Ein klassischer Tango ist der Song trotz des Titels in unserer Version natürlich nicht geworden.

Bandmitglieder und Musiker des Albums Back & Fourth:

Oliver Hafke Ahmad - Saxophones, Flute, FX
Thibault Falk - Piano, E-Piano, Synthesizer
Shota Higashikawa - 7-String-Bass, Kontrabass
Benjamin Strauss - Drums

Bisherige Gäste in Live-Konzerten:

Eyal Lovett - Piano
Amr Hammour - Gitarre und Vocals
Bilal Hammour - Bass
Harunobu "Hal" Tsuchida - Organ, Bass Pedal
Nikolaus Neuser - Trumpet, Flügelhorn, FX
Sonja Kandels - Vocals, Poetry
Denis Jabusch - Bass
Andreas Weiser - Percussion
Kai Schönburg - Drums

 
     





Oliver Hafke Ahmad